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Tupferprobe Die Stute hat gefohlt - es empfiehlt sich in der Fohlenrosse eine
Tupferprobe durch den Tierarzt vornehmen zu lassen um mögliche Infektionen
der Gebärmutter auszuschließen. Bei einer Neubedeckung durch den
Hengst Ihrer Wahl wird auch das Tupferprobenergebnis bei Anlieferung der Stute
gefordert um sicherzustellen, daß die Stute frei ist von möglichen
Geschlechtskrankheiten, die sie im zweifelsfall an den Hengst, durch den
Deckakt, weitergeben kann. Auch s.g. Maidenstuten (Jungstuten die zum ersten Mal gedeckt werden sollen) sollten getupfert werden.
Manche Hengstbesitzer verlangen auch in diesem Fall ein entsprechendes Attest. DIE BEDECKUNG Bei der Bedeckung von Stuten gibt es mittlerweile 3 Möglichkeiten:
Die gängigste Methode ist die des Decksprunges an der Hand. Hierbei wird der Hengst durch den Hengsthalter ( auf großen Gestüten der Hengstmeister ) an die rossige Stute geführt und springt auf. Die Stute ist entsprechend vorzubereiten, d.h. den Schweif entsprechend zu bandagieren und zur Seite zu binden damit er nicht störend einwirkt. Das vorherige sanfte Abwaschen der Scheide und des Afters um jegliche evtl. Verunreinigungen zu beseitigen sollte genauso selbstverständlich sein wie das behutsame Reinigen des Schlauches vor einem jeden Deckakt. Eine dritte Person dabei zu haben, die evtl. den Penis des Hengstes dirigiert um einen komplikationslosen Deckakt zu garantieren ist sicherlich von Vorteil. Hat die Stute ein Fohlen bei Fuß, ist es sicherlich ratsam, daß Fohlen für die kurze Dauer des Decksprunges in der Box zu belassen, oder es durch einen Helfer festzuhalten, so daß die Mutter es sehen- es aber nicht die Bedeckung behindern kann. Teilweise kann es auch zu Scheidenverletzungen durch den Decksprung kommen, sollten sich also im Anschluß an die Paarung Blutaustritt aus der Scham oder Blutspuren am Penis des Hengstes zeigen, ist eine sofortige Tierärztliche Untersuchung ratsam um die Ursache der Blutungen festzustellen. Es gibt Stuten, die lassen sich nur einmal bedecken, es gibt aber auch Stuten die den Hengst mehrmals in der Rosse dulden. In beiden Fällen hat die Häufigkeit der Bedeckungen nichts mit dem Deckergebnis zu tun. FRISCHSPERMA-BESAMUNG Der Samen wird mittels einer künstlichen Scheide (Scheidenplastik) gewonnen, in die der Hengst ejakuliert. Verwendet wird er als Frisch- oder Tiefgefriersamen. Frischer Samen kann bei Raumtemperatur bis zu einer bzw. zwei Stunden vor der Besamung aufbewahrt werden. Diese Möglichkeit empfiehlt sich, wenn der Transport zu der zu besamenden Stute innerhalb von 2 Stunden nach der Samengewinnung stattfindet.
TIEFGEFRIERSAMEN
Die Vorteile der Künstlichen Befruchtung (KB) liegen in:
Autor: Irene Schmidt Februar/2003 |